1. Mehr Energieeffizienz dank modernster Sonnenschutztechnik
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Intelligente Sonnenschutztechnik senkt den Nutzenergiebedarf von Gebäuden

01.02.2009 -  

Lebensqualität steigern, Energie sparen und den CO2-Ausstoß senken: Moderne Sonnenschutzsysteme besitzen ein enormes Potenzial für den Klimaschutz und den sparsamen Umgang mit fossilen Brennstoffen. Die ESCORP-EU25-Studie des Physibel-Insituts belegt: Technischer Sonnenschutz kann mit einem Einsparpotenzial von 111 Mio. Tonnen CO2 im Jahr einen wesentlichen klimapolitischen Beitrag leisten. Allein durch konsequent eingesetzten Sonnenschutz kann der Energieverbrauch in Europa so stark gesenkt werden, dass jährlich 80 Mio. Tonnen CO2 bei der Gebäudekühlung und 31 Millionen Tonnen CO2 bei der Gebäudeheizung eingespart werden. Bei gezielter Nutzung von Tageslichttechnik fallen zudem die Kosten für künstliche Beleuchtung.

Reduzierung der Kühllasten im Sommer
Die klassische Aufgabe des Sonnenschutzes ist der Schutz vor Überhitzung durch ungehinderte Sonneneinstrahlung. Ohne moderne Technik können Räume schnell überhitzen. Durch die Fenster dringen Sonnenstrahlen ein, die sich in Wärmeenergie umwandeln – die Luft heizt sich auf, ein Wärmestau entsteht. Innen- und außenliegender Sonnenschutz muss deshalb verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Bei innen liegenden Behängen ist beispielsweise ein hoher Reflexionsgrad des Materials erforderlich, da die Strahlung bereits durch die Verglasung eingedrungen ist und wieder nach außen transportiert werden muss. Bei beschichteten Wärmeschutz- oder Sonnenschutzverglasungen ist dies oft schwierig. Wesentlich besser geeignet ist deshalb eine außen liegende Lösung. Die Strahlung wird schon vor der Verglasung abgefangen und kann nicht mehr in das Gebäude eindringen.

Bei einer gezielten Abstimmung von Sonnenschutzmaßnahmen und Klimatechnik lassen sich die Betriebskosten von Klimaanlagen deutlich reduzieren. So dringen bei handelsüblichem Wärmeschutzglas beispielsweise etwa 60 Prozent der Sonnenenergie in Räume ein. In Verbindung mit einem innen liegenden, hoch reflektierenden Sonnenschutzbehang lässt sich der Wärmeeintrag auf 30% reduzieren. Bei einem außen liegenden Sonnenschutz gelangen nur noch 5% der Wärmeenergie in den Raum. Klimaanlagen müssen also deutlich weniger leisten, um behagliche Temperaturen zu erzielen.

Reduzierung des Heizenergiebedarfs im Winter
Moderner Sonnenschutz hilft nicht nur eine Überhitzung bei starker Sonneneinstrahlung zu vermeiden, sondern vermindert auch die Auskühlung des Gebäudes in der kalten Jahreszeit. Der Energieverbrauch für die Gebäudeheizung lässt sich so erheblich verringern.

Bei Kälte wirken Fenster und Glasflächen teilweise wie Wärmebrücken. Stehende Luftpolster zwischen Fenster und dicht geschlossenem Sonnenschutz sorgen hier für eine Wärmedämmung. Das Luftpolster verhindert die Zirkulation der Luft und somit den Wärmetransport durch Konvektion. Dieses Prinzip funktioniert sowohl bei außenliegendem als auch bei innenliegendem Sonnenschutz. Am deutlichsten ist dieser Effekt im Außenbereich beim Rollladen und im Innenbereich bei schienengeführten Rollos oder Verdunkelungsanlagen. Bei der Kombination von Rollladen und innen liegendem Sonnenschutz kann bis zu 10% der Heizenergie eingespart werden. Dies führt auch bei privaten Haushalten zu einer spürbaren finanziellen Entlastung.

Ältere Gebäude mit unbeschichteter Isolierverglasung oder Einfachverglasung verlieren oft viel Wärme über die Fenster. Eine spezielle “low-e” – Beschichtung in Form einer aufgedampften Aluschicht für innen liegende Sonnenschutzrollos von Warema wirkt wie ein Hitzespiegel. Die Wärme des Raumes wird wieder in den Raum zurückreflektiert. Der U-Wert der Fenster wird wesentlich verbessert. Möglichst dunkle Sonnenschutzbehänge dienen tagsüber nicht nur als Blendschutz, sondern absorbieren auch die Solarstrahlung und geben Wärme in den Raum ab. Besonders nachts verlieren Gebäude, die ungeschützt gegen den klaren kalten Himmel strahlen, viel Energie (phys. Prinzip „Strahlungsaustausch von Körpern“). Innen oder außen montierte Sonnenschutzsysteme wirken hier wie ein Schirm und verringern den Strahlungsaustausch deutlich.

Reduzierung des Energiebedarfs für die künstliche Beleuchtung
Einsparungen sind auch mit der gezielten Nutzung von Tageslichttechnik möglich. Bei modernen Verwaltungsgebäuden entfallen circa 25% des Energiebedarfs auf die künstliche Beleuchtung. Außenraffstoreanlagen mit intelligenter Tageslichttechnik reduzieren diesen Stromverbrauch deutlich. Die Anlagen bestehen aus funktional geteilten Bereichen. Unten kann beschattet, oben gleichzeitig das Licht eingelassen und in den Raum gelenkt werden. Mit einer intelligenten Steuerung werden die Lamellen exakt dem Sonnenstand nachgeführt. So ist stets ein Optimum an Helligkeit und Hitzeschutz gewährleistet und der Kontakt zur Außenwelt bleibt erhalten.

Eine speziell beschichtete Lamelle von Warema absorbiert zudem die UV- und IR-Strahlung und gibt diese als langwellige Wärmestrahlung vor der Verglasung ab. Nur der sichtbare Anteil der Sonnenstrahlung, also das Tageslicht, wird in das Gebäude reflektiert. Im Vergleich zu einer standardmäßig beschichteten Lamelle schützt die “selektive Lamelle” nicht nur vor Überhitzung, sondern lässt auch deutlich mehr Tageslicht ein.

Für den Einsatz im Inneren des Raumes, in einer geschlossenen Doppelfassade oder in Kastenfenstern, eignen sich speziell geformte, hochreflektierende Jalousien. Mit ihren konkav geformten und verspiegelten Lamellen „schaufeln“ sie das Licht weit in den Raum. Gleichzeitig werden die Leuchtdichten in Fensternähe reduziert. Der Raum ist so gleichmäßig und blendfrei mit Tageslicht ausgeleuchtet. Durch intelligent gesteuerte Tageslichtsysteme kann der Energieverbrauch für die künstliche Beleuchtung um bis zu 70 Prozent reduziert werden.

Mit den wachsenden Anforderungen der modernen Architektur wachsen auch die Anforderungen an intelligente Sonnenschutzlösungen. Energieeffizient, nutzerorientiert, flexibel und ästhetisch müssen sie sein. Bei der Entwicklung anspruchsvoller und individueller Umsetzungen im Bereich des technischen Sonnenschutzes setzt Warema auf Vorbilder aus der Natur. “So viel wie möglich, so wenig wie nötig. Unser Ziel ist es, effizienter zu werden und Ressourcen wie Material und Energie noch sparsamer und verantwortungsvoller einzusetzen. All das in Einklang zu bringen ist unsere Vision von effizientem Sonnenschutz”, so Gerhard Mader, Geschäftsführer der Warema Renkhoff GmbH und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Energiesparende Sonnenschutztechnik A. E. S.

www.warema.de/energie