1. WAREMA Kompetenzzentrum
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Neues Kompetenzzentrum unterstreicht Leistungsfähigkeit im Bereich Gebäudeautomation

06.09.2009 -  

Mit dem neuen Kompetenzzentrum stellt Warema die Weichen ganz auf Zukunft. Der rund acht Millionen Euro teure Neubau mit cirka 3.500 Quadratmetern Nutzfläche beheimatet auf den ersten beiden Stockwerken den Vertrieb und die Entwicklung Steuerungssysteme. Im zweiten Obergeschoss sind großzügige Schulungs- und Ausstellungsräume sowie die Zentrale Objektberatung untergebracht. In die verschiedenen Fassadentypen der Gebäudefront sind alle wichtigen Sonnenschutz- und Steuerungsprodukte integriert, was praxisnahe Vorführungen und Schulungen am Objekt ermöglicht. Das in Niedrigenergiebauweise errichtete Gebäude ist ein Vorzeigeobjekt für effizienten Sonnenschutz, moderne Steuerungstechnik und Energieeffizienz am Bau.

Eckdaten zu Fassade und Sonnenschutz
Das gesamte Warema Sortiment steht für Praxistests zur Verfügung. Die Fassade selbst besteht aus mehreren Elementen: dem Wicona-System “Top-Window” (Parallel-Ausstellfenster), einer Pfosten-Riegel-Konstruktion, einem Bereich mitKastenfenstern und einer Doppelfassade im Kopfbau. An den verschiedenen Fassadenelementen ist das gesamte Sortiment der Warema Sonnenschutzprodukte für Großobjekte installiert: Lamellenraffstoren und Raffstoren mit selektiven Lamellen, die Licht ins Gebäude lassen, Wärme jedoch abstrahlen, Lichtlenkjalousien, die Räume blendfrei mit Tageslicht ausleuchten, direkt in die Fassade integrierte Fassaden-System-Raffstoren sowie windstabile Raffstoren, die Windgeschwindigkeiten bis 25m/s aushalten.

Intelligente Gebäudesteuerung in LonWorks-Technologie
Die komplette Gebäudesteuerung, von der Management- bis zur Feldebene, erfolgt in LonWorks-Technologie und verfügt über alle Funktionen, die Warema für moderne Objekte bietet. Fensterantriebe sowie WICONA TopWindows werden über Warema Aktoren gesteuert. Ebenso ist die Raumbeleuchtung mit LON in DALI als Tageslichtergänzungsbeleuchtung mit Modulen der Firma SVEA stufenlos dimmbar. Die LONDALI Module ermöglichen eine stufenlose und raumweise Regelung der
Tageslichtergänzungsbeleuchtung in Abhängigkeit von der Innenhelligkeit und der Präsenz im Raum. Hierbei werden fensternahe und fensterentfernte Leuchtenbänder separat betrachtet. Flurlicht wird abhängig vom Außenlicht geschaltet. Über Einzelraumregler ist die Bedienung der Heiz- und Kühldecken möglich. Um den Nutzern eine optimale Behaglichkeit zu bieten, kann manuell über Warema LONVCU Raumbediengeräte gesteuert werden. Über ein Menü kann die Solltemperatur eingestellt oder verschiedene Szenarien aufgerufen werden.

Um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten und solare Gewinne nutzen zu können, sind die Heiz- und Kühldecken an die Stellung des Sonnenschutzbehangs gekoppelt. Wird der Sonnenschutz beispielweise per Hand nach oben gefahren, schließt das Kühlventil automatisch.  Zusätzlich wird die Raumtemperatur über Präsenzmelder reguliert. Bei Abwesenheit wird die Solltemperatur um 2-3 Grad heruntergeregelt.

Am neuen Vorzeigeobjekt kommen die verschiedensten Antriebssysteme für den Sonnenschutz zum Einsatz: Standard 230V Sonnenschutzantriebe, Antriebe mit
Inkrementalgeber, SMI Antriebe ebenso wie 24VDC-Antriebe mit Inkrementalgeber. Die Messwertgeber zur Erfassung der Wetterdaten über Warema LONSE sind in das LonWorks Netzwerk integriert. Die Messwertverarbeitung in den Aktoren erfolgt dezentral. Die Lamellenwinkel der Sonnenschutzbehänge werden automatisch dem Sonnenstand angepasst. Durch die Auswertung von Inkrementalgebern kann eine präzise Einstellung und automatische sonnenstandsabhängige Nachführung des Lamellenwinkels erfolgen und gleichzeitig ist jederzeit nachvollziehbar, in welcher Position sich der Behang befindet. Der Schattenwurf der Nachbargebäude im Jahresverlauf wird hierbei berücksichtigt.

Fokus Energieeffizienz
Heiz- und Kühldecken werden deaktiviert, sobald im Raum Fenster geöffnet sind. Präsenz und Helligkeit im Raum wird über kombinierte Sensoren in der Decke erfasst und für eine anwesenheitsabhängige Optimierung des Energiebedarfs in den jeweiligen Büros verwendet. Mit einer Lamellennachführung wird möglichst viel diffuses Licht in den Raum gelassen,  gleichzeitig werden direkte Sonnenstrahlen ausgesperrt (Cut-Off-Begrenzung). Die Innenhelligkeit wird gemessen und automatisch auf ein definiertes Helligkeitsniveau nachgeregelt.  In Referenzräumen wird die zugeführte Energie aufgezeichnet um verschiedene Steuerungsvarianten nach Energieeffizienz beurteilen zu können.

Geballte Kompetenz in Entwicklung, Beratung und Training
Mit dem neuen Kompetenzzentrum hat Warema ein Referenzobjekt geschaffen, das Maßstäbe setzt. “Wir haben hier optimale Bedingungen, unsere anspruchsvollen Ziele im Bereich der Gebäudeautomation voranzutreiben”, ist Angelique Renkhoff-Mücke überzeugt. “Intelligente automatisierte Sonnenschutzsysteme steigern nicht nur den Komfort, sie verbessern die Energieeffizienz und verringern den CO2-Ausstoss. Wirtschaftliche Gebäudenutzung bei größtmöglicher Schonung von Umwelt und Ressourcen, das ist die Herausforderung schon heute und mehr noch in Zukunft. Mit dem Kompetenzzentrum sind wir bestens gerüstet.”

Mehr Informationen unter www.warema.de