1. Jalousie für Verbundsysteme
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09.03.2010 -  

Kontrolliert belüftete Verbundfassaden sind heute häufig Bestandteil einer energetischen Gebäudeplanung. Eingesetzt werden hier Verbundfenster mit 2-Scheiben- System – außen einfach verglast, innen mit Isolierverglasung. Der Grund liegt im Energiesparpotenzial, denn durch die kontrollierte Be- und Entlüftung im Scheibenzwischenraum bildet sich ein Luftpolster, das dämmend wirkt.

Besondere Anforderungen an den Sonnenschutz
Für den Einsatz in Verbundsystemen muss der Sonnenschutz besondere Anforderungen erfüllen: Es muss hitze- und korrosionsbeständig sein und hohe Luftfeuchtigkeit vertragen. Durch Witterungseinflüsse kommt es am Installationsort zu Temperaturschwankungen von –20 °C bis +80 °C. Das Verbund-Jalousie-System von Warema erfüllt sämtliche dieser Anforderungen. Es bietet Blend-, Wärme- und Sichtschutz sowie Durchsicht und kann aufgrund seiner geschützten Lage auch unabhängig von Windlasten genutzt werden. Die Lamellen zwischen den Stegen sind, wie bei außenliegenden Raffstoren, zwangsgefädelt, so dass ein ungewolltes Verstellen unmöglich ist.

Das für den Außeneinsatz ausgelegte Lamellenmaterial hält den klimatischen Bedingungen im Verbundfenster problemlos stand: Die Dessins 72100-72105 (Preisgruppe 2) gemäß der gültigen Warema-Kollektion (umfasst insgesamt 130 verschiedene Lammellen-Dessins) sind durch die spezielle Materialauswahl besonders für den Einsatz bei extremen, thermischen Anforderungen (hohe Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit) und Umwelteinflüssen (salzhaltige Luft) in kontrolliert belüfteten Fassaden geeignet.

Alle Kunststoff- und Aluminiumteile sind mit einer speziell entwickelten, korrosionsfreien Legierung versehen. Kleine Lamellenstanzungen, der Abdunkelungssteg an der Oberschiene sowie die “Auskerbungen” an der Unterschiene für die seitlichen Spannseilhalter minimieren den Lichteinfall und sorgen so für einen optimalen Blendschutz.

Vielfältige Bedienarten
Für den Einsatz in Verbundsystemen ist eine Bedienung per Kugelkette, Kurbel oder 24 Volt- Motor geeignet. Das Unternehmen empfiehlt mit Blick auf die gültige EN 15232 die elektronische Variante mit Motor und automatischer Lamellennachführung.

Die im Antrieb integrierte Elektronik gewährleistet den Gleichlauf aller Anlagen sowie eine langsame Wendung der Lamellen ohne störendes „Bremsklacken“. Motoren der Variante „E“ können beispielsweise über die Warema „MSE Inside“ angesteuert werden. Motoren der Variante „G“ in Kombination mit der passenden Steuerung (LONMSE 4MDCR) führen die Lamellen automatisch nach1 und erfüllen so die Anforderungen der Energieeffizienzklassen A und B. Durch die sog. Cut-Off-Begrenzung (siehe 2) werden die Anforderungen gar noch übertroffen. Weitere Besonderheit dieser Variante: der Inkrementalgeber im Antrieb ist mit der Steuerung verbunden. Dadurch erkennt diese jederzeit die exakte Behangstellung und den aktuellen Lamellenwinkel. Durch die Pulsweitenmodulation werden die Lamellen extrem leise gewendet, so dass die Lamellennachführung (siehe 1) für die Nutzer kaum wahrgenommen wird.

1) Lamellennachführung: Die Lamellen werden mittels intelligenter Steuerung dem Sonnenstand automatisch nachgeführt, so dass immer ein Optimum an Helligkeit (= max. an diffusem Licht) und Hitzeschutz erreicht wird und der Kontakt zur Außenwelt bestmöglich erhalten bleibt.

2) Cut-Off-Begrenzung: Die Lamellen können bei heißen Außentemperaturen nur soweit geöffnet werden, dass keine direkte Sonneneinstrahlung in den Raum fallen kann. Manuelle Eingriffe werden also auf den Bereich Cut-Off bis geschlossen begrenzt. Dies gewährleistet den sommerlichen Hitzeschutz und spart Kühlenergie, ohne den Nutzer vollständig einzuschränken.