1. Angelique Renkhoff-Mücke begrüßt die etwas ungewöhnlichen Auszubildenden
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Warema bietet Möglichkeit zur berufsbegleitenden Qualifizierung zum Maschinen- und Anlagenführer

22.10.2012 -  

Um den steigenden Anteil an komplexen Maschinen in den Bereichen Mechanische Bearbeitung, Pulverbeschichtung und Endmontage des Sonnenschutzherstellers Warema gerecht zu werden, bietet das Unternehmen ausgewählten Mitarbeitern die Möglichkeit, sich berufsbegleitend zum Maschinen- und Anlagenführer weiterzubilden. Für die zwölf ausgewählten Mitarbeiter, die keine oder eine nicht metallübliche Ausbildung haben, eine tolle Chance einen Berufsabschluss in ihrem derzeitigen Tätigkeitsfeld nachzuholen und damit ihren Horizont zu erweitern.

Für die etwas ungewöhnlichen Auszubildenden heißt es seit 20. Oktober wieder Schulbank drücken und lernen. In über 570 Unterrichtseinheiten werden von einem externen Referenten die Berufsschulinhalte des Ausbildungsberufs Maschinen- und Anlagenführer vermittelt. Dazu zählen neben Fächern wie Wirtschafts- und Sozialkunde oder Sicherheit und Gesundheitsschutz vor allem auch technische Fächer wie technische Kommunikation, Fachrechen sowie branchenspezifische Fertigungstechniken. Ergänzend zu den Berufsschulthemen werden auch praxisnahe und Warema-spezifische Inhalte von internen Referenten vermittelt. Zum Abschluss des ca. 8-monatigen Programms legen die Mitarbeiter dann ihre theoretische und praktische Prüfung bei der IHK ab und erhalten ein Zertifikat für die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer.

Ziel des Pilotprojektes ist es, die Fachkenntnisse der Teilnehmer weiter zu entwickeln. Dadurch wird die Qualität der Arbeit im jeweiligen Aufgabengebiet verbessert und die Flexibilität der Mitarbeiter gesteigert. Sie können an unterschiedlichen Maschinen eingesetzt werden und sind beispielsweise nicht auf die Maschine beschränkt, an der sie eingelernt wurden. Nach dem Programm sind die Mitarbeiter in der Lage Maschinenstörungen selbst zu beseitigen, technische Zeichnungen zu lesen sowie zu verstehen. Bei Nachfragen durch die Führungskraft können sie klarere und fachlichere Auskunft geben. Außerdem wird es ihnen leichter fallen Prozesse und Anlagen durch fachlich fundierte Ideen und Hintergrundwissen weiterzuentwickeln. Die Ausbildung ist allerdings nicht nur für Warema ein Gewinn, sondern insbesondere auch für die Teilnehmer. Das Angebot verspricht ihnen nach erfolgreichem Abschluss abwechslungsreichere Aufgaben und mehr Verantwortung im derzeitigen Tätigkeitsfeld sowie eine Wertsteigerung ihrer Arbeitskraft. Auch die Rahmenbedingungen kommen den Teilnehmern entgegen: Die Ausbildung, findet komplett während der Arbeitszeit statt und ist für die Teilnehmer kostenfrei.