1. Auf der Insel Al Maryah – vormals Sowwah – entstand ein neuer Stadtteil Abu Dhabis.
    Nr. 16324 (6.4 MB)

  2. Das Börsengebäude stellt besondere Ansprüche an den Sonnenschutz.
    Nr. 16309 (5.9 MB)

  3. In die Fassadenkonstruktion wurden Rollos mit anthrazitfarbenem Screen-Gewebe integriert.
    Nr. 16320 (6.3 MB)

  4. Die Objektrollos wurden der Fenstergeometrie angepasst.
    Nr. 16321 (6.8 MB)

  5. Das Klima Abu Dhabis ist subtropisch: Die Sommer sind heiß, die Winter bleiben warm; Herbst und Frühling gibt es nicht.
    Nr. 16331 (8.3 MB)

  6. Sensorgesteuerte, perforierte WAREMA E 100 AF Raffstoren mit Aluminium-Flachlamellen sowie Seilführung sorgen für Verschattung.
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Modernste Sonnenschutztechnik am Sowwah Square in Abu Dhabi

12.09.2013 -  

Auf einer dem Emirat Abu Dhabi vorgelagerten Insel ist ein neues Geschäftszentrum entstanden – der Sowwah Square mit dem markanten Börsengebäude und Bürotürmen. Einen wichtigen Part der nachhaltigen Gebäudeplanung übernimmt die Steuerung von Licht und Schatten: insgesamt 4.700 Raffstoren vom Typ E 100 AF mit perforierten Lamellen in RAL 9006 (davon etwa 10% in Sonderformen) und 15.400 Objektrollos vom Typ OK.O.04 mit Screen-Gewebe (davon ebenfalls etwa 10% in Sonderformen) sind hier verbaut und werden mittels LonWorks®-Technologie automatisch gesteuert.

Auf der Insel Al Maryah – vormals Sowwah – entsteht ein neuer Stadtteil Abu Dhabis. Der Bebauungsplan für diese 114 Hektar große natürliche Insel, die in der Mitte zwischen dem bestehenden Stadtzentrum Abu Dhabis und den neuen Wohnvierteln liegt, beinhaltet Pläne für ein Mischgebiet mit Wohngebäuden, Einzelhandelsbetrieben, Freizeiteinrichtungen, Hotels und Gewerbebetrieben. Der Sowwah Square – das Zentrum dieses Stadtteils – umfasst vier Bürotürme, das markante Börsengebäude, ein Luxushotel und eine 33.000 Quadratmeter große Einkaufszone, die das gesamte Gebiet mit dem Hafenviertel verbindet.

Das amerikanische Architekturbüro Goettsch Partners Inc. gewann den internationalen Wettbewerb für das Projekt. Sowwah Square liegt an der Spitze einer Bucht. Vier gläserne Bürotürme umrahmen ihn. Sie sind so an seinen Ecken angeordnet, dass sie den Platz zum Meer hin öffnen und zum Inselinneren schließen. Verstärkt wird dieser Effekt, indem die beiden rückwärtigen Türme mit 36 Geschossen noch einmal sechs Geschosse höher sind als die seitlich angeordneten. Im Übrigen gleichen sich die vier Hochhäuser. Das Grundelement ist jeweils ein schmaler hoch aufragender Quader.

An dessen Breitseiten ragen großflächige gläserne Erker heraus, die nahezu die gesamte Fassade einnehmen. Jeder der Erker ist nach unten und an einer seiner oberen Ecken abgeschrägt. An der Unterseite nimmt eine kaum wahrnehmbare Glaskonstruktion die Grundrisslinien auf und umhüllt einen hellen Lobbybereich. Das Zentrum der Anlage bildet das brückenartige neue Börsengebäude: Ein trapezförmiger, rundum verglaster Querriegel – von vier steinernen Pfeilerbauten auf 27 Meter Höhe empor gehoben. Die Pfeiler, in denen die Erschließung untergebracht ist, ragen aus einem kreisrunden Wasserbecken von 49 Metern Durchmesser auf. Da der Querriegel auch nach unten verglast ist, entsteht ein flimmernder Spiegeleffekt, der an eine Wüstenoase denken lässt und die Grenzen zwischen Innen und Außen verwischt. Eine bewusst durch Goettsch Partners Inc. inszenierte Wirkung, die ihre Fortsetzung in den hochtransparenten Lobbyhüllen findet.

Nachhaltige Planung
Das Klima Abu Dhabis ist subtropisch: Die Sommer sind heiß, die Winter bleiben warm; Herbst und Frühling gibt es nicht. Hinzu kommt eine hohe Lichtintensität. Um trotz dieser Außenbedingungen die angestrebte LEED Gold Zertifizierung zu erhalten, sahen die Planer effektive Maßnahmen vor: Im Dach des Börsengebäudes wurden 2.500 Quadratmeter Photovoltaik- Elemente integriert, die Nutzen aus der hier reichlich vorhandenen Solarenergie ziehen. An den Schmalseiten der Türme sorgen Doppelfassaden für eine natürliche Ventilation der Gebäude. Das Kondenswasser der Kühldecken wird aufgefangen und in einem Wasserbassin unter der Börse gesammelt. Einen wichtigen Part übernimmt die Steuerung von Licht und Schatten: Mit Hilfe von Lichtsensoren setzen die Verschattungselemente bei zu großem Licht- und Hitzeeintrag durch die Sonne ein. Sobald das natürliche Licht nicht mehr ausreicht, sorgen die Sensoren dafür, dass künstliches Licht in der richtigen Stärke zugeschaltet wird.

Effektiver Sonnenschutz und umfassende Verdunkelung
Die Türme sind als reine Büroflächen mit zusätzlichen Lobby- und Erschließungsflächen konzipiert. Innerhalb der Doppelfassaden sorgen an den Schmalseiten sensorgesteuerte, perforierte WAREMA E 100 AF Raffstoren mit Aluminium-Flachlamellen sowie Seilführung für die Verschattung – entsprechend dem wechselnden Licht- und Hitzeeinfall. Die Raffstoren reflektieren einen Großteil der Sonnenstrahlung nach außen. So gewährleisten sie auch bei extremen Außentemperaturen angenehme klimatische Verhältnisse bei optimaler Raumausleuchtung. Für die abgeschrägten Fassadenbereiche fertigte WAREMA motorisierte Raffstoren als Sondermodelle gemäß der Fenstergeometrie an. Zusätzlich bieten an allen Seiten dezent in die Fassadenkonstruktion integrierte Rollos OK.O.04 die Möglichkeit, die Büros individuell zu verschatten. Das gewählte anthrazitfarbene Screen- Gewebe mit 10 Prozent Transparenz ermöglicht eine blendfreie Durchsicht nach außen. In den Schrägen an der Unterseite der Erker sind sie als Plafond- Rollos und in vielen Bereichen – ebenfalls der Fenstergeometrie entsprechend – als Sonderformen eingesetzt.

Das Börsengebäude stellt besondere Ansprüche an den Sonnenschutz, denn die Räume sollen zusätzlich zur Verschattung auch verdunkelt werden können. Daher sind nahezu alle Räume mit zwei hintereinanderliegenden, großflächigen WAREMA Rollos mit Sonderbehängen ausgerüstet: eines dient als Blendschutz, eines zur Verdunkelung. Darüber hinaus sind diese im obersten Geschoss in der Überkopfverglasung verbaut. Die richtige Führung der Rollos gewährleisten hier filigrane, dezent an die Fassadenkonstruktion angepasste Schienen. Die Steuerung des Sonnenschutzes im Börsengebäude erfolgt über LonWorks®- Technologie – ein dezentrales Bussystem, das aus Wettersensoren, Aktoren und Bedienelementen besteht und an die Gebäudeleittechnik angeschlossen ist. Gesteuert wird der Sonnenschutz in Abhängigkeit von der Tageszeit und der Strahlungsintensität. Zudem kann er manuell bedient werden – beispielsweise kann in Präsentationssituationen nur abgedunkelt werden. Die Bedienung erfolgt über Touchpanels und EWFS Handsender.