Warema SecuTex-Gewebe A2 erfüllt hohe Ansprüche

07.10.2014 -  

Die Arbeit am realen Objekt gehört für angehende Architekten eher selten zum Ausbildungsprogramm. Anders an der TU Braunschweig. Dort konnten Studenten ein eigenes Sanierungsprojekt umsetzen: Für die Ertüchtigung ihres Zeichensaals planten sie Abbrucharbeiten und Neuausbau.

Die Sanierung des eigenen Uni-Zeichensaales ist für Architekturstudenten eine nicht alltägliche Aufgabe. Prof. Dr.-Ing. Norbert Fisch, Leiter des Instituts für Gebäude- und Solartechnik IGS der TU Braunschweig, bot seinen angehenden Architekten genau damit einen realistischen Einblick in ihr zukünftiges Arbeitsleben. Ziel der Sanierungsmaßnahmen im 11. Stockwerk des Architower war die Verbesserung der Arbeitsplatzqualität. Ausbau und Einrichtung des Zeichensaales stammten aus den 1970er Jahren und sollten modernen Standards gerecht werden.

Ästhetik und Effizienz
Nach Entfernen der alten Einbauten zeigte sich das nackte Obergeschoss als großzügiger, von wenigen Stützen unterbrochener Raum. Die Studenten beließen die Stahlbeton-Flächen an Decken und Wänden weitgehend unverkleidet und betonten damit die natürliche Materialität des Saales. Eine kleine Werkstatt im Anschluss an das nordseitige Treppenhaus bildet den einzigen abgeschlossenen Raum, der Rest des Zeichensaales präsentiert sich offen, einzelne Funktionsbereiche sind nur durch nicht raumhohe Stellwände und Regale abgeteilt. Ein neues Arbeitsplatzkonzept erhöhte die Flächeneffizienz deutlich. Die Nutzfläche stieg von 364 auf 436 Quadratmeter, statt bisher 36 Arbeitsplätze stehen nun 39 zur Verfügung. Gleichzeitig konnte ein Gruppenarbeitsplatz integriert werden, der auch als Loungebereich nutzbar ist. Eine offene Teeküche komplettiert das Einrichtungsspektrum. Auch die Energieeffizienz des neu gestalteten Zeichensaales optimierten die Studenten. Eine zonierte, über Bewegungsmelder nutzungsabhängig gesteuerte Beleuchtungsanlage mit effizienten Leuchtmitteln reduziert den Energieverbrauch deutlich.

Sonnenschutz und Brandlast
Tagsüber erhält der durchgehend verglaste Zeichensaal ausreichend Tageslicht. Als notwendig erwies sich jedoch ein Sonnenschutz, um Überhitzungs- und Blendeffekte an den fensternahen Arbeitsplätzen zu vermeiden. Aus konstruktiven Gründen kam ein außenliegender Sonnenschutz nicht in Frage, die angehenden Architekten entschieden sich für innenliegende Rollos. Ein textiles Sonnenschutzsystem von Warema erfüllte die hohen Ansprüche der Planer an Ästhetik und Funktion. Das neue Warema SecuTex-Gewebe A2 verhindert störende Blendeffekte und ist für die Arbeitsplatzbelichtung ausreichend transparent. Der helle Farbton der Rollos unterstützt die offene und weiträumige Atmosphäre des mehr als 400 Quadratmeter großen Zeichensaales. Gleichzeitig wird unerwünschte Hitzestrahlung wirksam reflektiert. Überzeugt haben die Studenten und ihren Lehrer auch die thermischen Vorzüge des Sonnenschutzes: „Eine tolle Eigenschaft gewinnt das Gewebe durch die aufgebrachte Aluminiumbedampfung“, sagt Professor Fisch. „Sie reflektiert die Wärmestrahlung des Raumes in der kalten Jahreszeit nach innen zurück und leistet damit einen Beitrag zur Energieeffizienz“. Zusätzlich minimiert das innovative Gewebe die Brandlast im Zeichensaal: Das mit Silikon beschichtete Glasfasergewebe ist hoch dauerhitzebeständig, nicht brennbar nach DIN 4102-1 (Brandschutzklasse A2) und setzt im Brandfall keine toxischen Gase frei. Dass das Material geruchsneutral, Desinfektions-, Wasch- und Reinigungsmittel beständig ist, kommt nicht zuletzt der Raumluftqualität zu Gute. Mit der Ertüchtigung des 11. Stockwerks der archfactory konnten die Architekturstudenten aus Braunschweig nicht nur fürs Arbeitsleben wertvolle Erfahrungen sammeln, denn die nächste große Aufgabe steht bereits an: die Sanierungsplanung für das 12. Obergeschoss.

Objekt: archfactory im Architower Braunschweig
Bauherr: TU Braunschweig
Architekten: Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, Esther Beyer M.Sc., Daniel Houschka, Rolf Houschka, 50 Studenten

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