Warema Energie-Scouts bei Bestenehrung in Berlin

30.06.2016 -  

Immer wieder wird darauf aufmerksam gemacht, dass Standby bei Elektrogeräten Strom frisst. Auch für Firmen bietet ein Ausschalten von Elektrogeräten enormes Einsparpotenzial. Dies haben vier Auszubildende der Warema Renkhoff SE, die bei der IHK eine Qualifizierung zu Energie-Scouts absolvierten, beeindruckend unter Beweis gestellt. Mit ihrem Projekt zur Reduzierung des Standby-Stromverbrauchs haben sie es bis zur Bestenehrung der Energie-Scouts durch den Dachverband der IHK nach Berlin geschafft.

v.l.n.r.: Dr. Hermann Hüwels, Maximilian Brosch, Julian Hynar, Uwe Ebert und Dr. Peter Ramsauer. Bildrechte: (c) DIHK / Schicke

Im Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin kamen am 27. und 28. Juni junge Menschen zu einem bundesweiten Austausch unter Energie-Scouts zusammen. Dort stand neben der Vorstellung ihrer Projekte auch der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz – einem gemeinsames Projekt von Bundesumweltministerium, Bundeswirtschaftsministerium, Deutschem Industrie- und Handelskammertag e. V. und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks – konnten sich Auszubildende bei IHK-Organisationen bundesweit zu Energie-Scouts qualifizieren. Jetzt können sie in ihren Ausbildungsbetrieben dazu beitragen, Energieeinsparpotenziale zu erkennen, zu dokumentieren und Verbesserungen anzuregen.

„Unser Ausbildungsleiter Tobias Harth hat uns angesprochen, ob wir Interesse an dieser Zusatzqualifizierung zu Energie-Scouts hätten. Wir waren sofort dabei“, so Maximilian Brosch, der bei Warema Technischer Produktdesigner lernt. Bei der IHK Schweinfurt absolvierte sie gemeinsam mit seinen Azubi-Kollegen Alicia Müller, Uwe Ebert und Julian Hynar von Warema sowie anderen Jugendlichen der Region diverse Kurse. Die Qualifizierung umfasste im Wesentlichen fünf Elemente: Einführung in die Energieeffizienz, Messtechniken, Kommunikation, Projektarbeit und Ergebnispräsentation.

Im Rahmen der Ausbildung zu Energie-Scouts ist es zudem vorgesehen, dass die Azubis in ihrem Ausbildungsbetrieb ein eigenes Energieeffizienzprojekt konzipieren und durchführen. Für das Marktheidenfelder Team kristallisierte sich das Projekt „Standby-Stromverbrauch“ heraus, mit dem sie bereits den 2. Platz der IHK Würzburg-Schweinfurt belegten.

Nach Prüfung einiger Testabteilungen inkl. eines Vorstandsbüros erfolgte die Ausweitung des Projekts auf den kompletten Standort Marktheidenfeld. In nahezu allen Bereichen wurden unnötige Stromkosten durch Standby-Geräte ermittelt, überflüssige elektrische Betriebsmittel erfasst und sonstige Energieverschwendungen aufgedeckt. Nach der eingehenden Prüfung ermittelten die Energie-Scouts die aktuell unnötigen Stromkosten pro Jahr und sprachen den jeweiligen Abteilungen Empfehlungen aus, wie diese minimiert werden können. In den meisten Fällen, vor allem in den Bürobereichen, kommen nun schaltbare Steckdosenleisten zum Einsatz. Sie ermöglichen es Geräte nach Gebrauch oder zumindest nach Feierabend komplett abzuschalten. Die insgesamt nötige Investition von 9.315 Euro hat sich bereits innerhalb des ersten dreiviertel Jahres amortisiert. Ab diesem Zeitpunkt kann Warema 12.920 Euro Energiekosten pro Jahr sparen.

Energie-Scouts
Im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz werden junge Menschen für das Thema Energie und Energieeffizienz sensibilisiert. Die Auszubildenden sollen dann als Energie-Scouts in ihren Ausbildungsbetrieben dazu beitragen, Energieeinsparpotenziale zu erkennen, zu dokumentieren und Verbesserungen anzuregen. Die Qualifizierung wird in fünf Einheiten durchgeführt: Einführung in die Energieeffizienz, Messtechniken, Kommunikation, Projektarbeit und Ergebnispräsentation. Deutschlandweit haben sich seit Anfang 2014 über 1.000 Auszubildende von 300 Unternehmen zu Energie-Scouts qualifiziert.



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